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15.07.07 – 09.08.07
Wie schon erwähnt flog ich in der Business Klasse mit ANA nach Osaka Kansai, dem kuenstlich Insel-Airport. Ich genoss das Essen und und im besonderen die Rotweine :-) Am Flughafen löste ich meinen Gutschein für den JR Pass ein, der 21 Tage freie Fahrt auf den JR Netzen mit Ausnahme Nozomi erlaubt.
Ich fuhr dann zum Youth Hostel, dass in einem Stadion untergebracht ist. Dort hatte ich Schwein einen Schlafplatz zu bekommen, denn es waren Ferien und ein Seminar war auch gerade noch am selben Ort. Nach der ersten Nacht und neugierigen Japanern :-) ging ich weiter nach Kyoto, wo gerade das Gion-Matsuri, eines der drei grössten Feste Japans stattfand. Es geht auf ein Ritual aus dem 9. Jahrhundert zurück, um die Pest zu vertreiben und findet jedes Jahr am 20. Juli statt. Sie fuhren mit riesen Schreinen aus Holz durch die Strassen und spielten eine Melodie mit Schellen und Flöten.
Ich war auch hier froh, dass ich noch einen Platz in einem YH gefunden hatte. Weniger lustig war die Sperrstunde (bereits um 22:30 Uhr) und der morgendliche 06:40 Uhr Weckruf (wie in der Armee :-)
Entsprechend froh war ich dann, als ich in einem Backpackers übernachtete wo dies nicht der Fall war
Kyoto hat eine Menge an Sehenswürdigkeiten zu bieten die locker mit dem Fahrrad erkundet werden können. Ich miete Eines und radelte von Tempel zu Schreinen bis es Abend wurde.
Das japanische Essen ist einfach ein Genuss im Vergleich zum Chinesischen einmal durch den Schredder. Speziell erwähnenswert neben dem Sushi ist das Okonomiyaki (Japanische Pizza http://de.wikipedia.org/wiki/Okonomiyaki). Auch der Sake warm oder kalt schmeckte nicht übel und kann ganz schön trümmlig machen.
Am 19. Juli sauste ich mit dem Shinkansen Schnellzug von Kyoto nach Kobe, wo ich eine Nacht verbrachte. Ich besichtigte das riesen grosse Himeji Schloss, bevor ich am nächsten Tage nach Hiroshima weiterreiste.
Die Transportmittel in Japan sind schon exzellent. Ich checkte in einem etwas älteren YH ein, welches gerade am Hafen zur Miyajima Insel liegt. Es war ein regnerischer Tag und ich besuchte Museen und war recht mitgenommen von der tragischen Geschichte des an Leukämie erkrankten Mädchens Sadako. Sie war eines der vielen unnötigen Opfer der A-Bombe. Im Peace Memorial Museum konnte ich dann das Ausmass der A-Bombe sehen. Einfach unvorstellbar wenn man dann auch durch das Gebiet des Hypocenters läuft und nun wieder alles spriesst und nur noch der A-Dome daran erinnert was geschehen war.
Am nächsten Tag fuhr ich mit der Fähre zur Miyajima Insel, wo das meist fotografierte Tor im Meer steht. Begrüsst wurde ich von unzähligen Rehen, die ganz zutraulich waren und nach Futter Ausschau hielten (Auch Prospekte). Ich wanderte ein bisschen auf der Insel herum und traf auf ein Paar aus Taiwan. Die hatten kein Wasser dabei und waren schon 3h unterwegs. Ich legte einen Gang zurück und erklimmte den Berg mit ihnen zusammen. Ich war ja froh, hatte ich eine 2 Liter Flasche dabei, die gerade noch für alle bis zum Gipfelrestaurant reichte. Geplant war eigentlich einen halben Tag auf der Insel zu verbringen. Es wurde dann aber ein Ganzer :-) Am Abend war noch ein spezielles Spektakel zu sehen. Mittels Beamer wurde ein Film auf eine Wasserwand projiziert. Nach diesem Anlass war es extrem schwierig die Insel wieder zu verlassen. Es bildete sich eine Schlange von mehr als 200 Metern. Na toll, dann gehen wir mal zum Bierautomaten, denn Restaurants hatten alle schon geschlossen.
Ach ja, apropos Automaten. In Japan hat es 5.5 Millionen solcher Verkaufsautomaten. Man kriegt so fast alles Soft Drink, Bier, Mahlzeiten, Filme, Unterwäsche, usw. Was dann mehr das Problem ist, wo entsorge ich meine leere Pet Flasche?? öffentliche Abfalleimer haben die hier in Japan nicht, denn jeder nimmt seinen Müll nach Hause mit.
Von Hiroshima reiste ich weiter nach Nagano. Geplant hatte ich noch mehr in den Süden zu gehen, aber in 21 Tagen, war dann das doch zu viel. Während der Zugfahrt ass ich ein kaltes Lunchpacket.
In Nagano schlief ich zum ersten mal japanisch auf einem Futton, das auf den Reisstrohmatten (Tatamis) liegt. Ebenfalls speziell für mich war das Duschen im Sitzen :-) Ich hatte so ein herzliches älteres Ehepaar, die sich liebevoll um mich kümmerten. Das Frühstück war ein riesen Schmaus mit Lachs.- oder Tunfisch.
In Nagano suchte ich verzweifelt nach einem Geldautomaten, der meine Karten akzeptierte. 7/11 war die Lösung (Maestro, Mastercard, usw.). I Love it ;-)
Ich besuchte die Snow Monkeys (http://www.jigokudani-yaenkoen.co.jp) die selbst ein Bad hatten und probierte dann eines der unzähligen Onsen aus. Es war aber für mich viel zu heiss und nicht wirklich entspannend. Das Bad im Guesthouse war da schon viel angenehmer.
Den 2ten Tag verbrachte ich in den wunderschönen Japan Alpen. Leider hatte ich schon für Tokyo gebucht, ansonsten hatte ich noch mehr Zeit in den Alpen verbracht, denn es war einfach Bilderbuchhaft.
Am 25. Juli zog es mich nach Tokyo. Es war extrem schwierig einen Schlafplatz zu finden der einzige verfügbare fand ich in einem Capsule Business Hotel http://www.youtube.com/watch?v=UZP9Jj3QQBM
Sehr speziell, aber ich habe es lieb gewonnen. Am Anfang ein bisschen umständlich mit dem Koordinieren. Schlafen im 6ten Stock, duschen im 2ten, ein kleiner Schrank im 3ten und den grossen Rucksack im 1sten Stock :-)
Tokyo ist ja mega gigantisch Gross und überall ist es extrem busy. Ich gewohnt von Vietnam einfach so über die Strasse zu gehen, ob es rot oder grün ist, war hier nicht mehr möglich. Auf jeder Seite stehen Sicherheitsleute mit Trillerpfeife und Fähnchen. Es ist enorm wie viel Personal nur für dies gebraucht wird.
Am 28. Juli fand eines der vielen Feuerwerke statt. Ich konnte es selber miterleben und war froh, vor der riesen Menschenmenge wieder in der Metro zurück zu sein. Am Strassenrand und den Seitengassen sassen Tausende von Menschen raus geputzt in ihrem Kimono. Das Feuerwerk war so nach dem Motto: 1,2,3 und lass es mal so richtig krachen (nicht wirklich koordiniert).
Ich schaute mir anschliessend in einem Pub, gleich in der nahe meines Capsule Hotels, den AsiaCup an und genoss wieder einmal ein Bierchen ;-)
Nach den anstrengenden Erkundungstouren war ich froh in den Internet Cafes einen Massage Sessel zu benützen, während ich meine weitere Reise plante :-)
Die Reise ging weiter nach Nikko. Ein verschlafenes, aber wunderschönes Tempel-Dörfchen. Die Tempel waren Same Same but diffrent ;-) und nach 3h hatte ich dann auch schon genug gsehen.
Der Nationalpark, den ich am nächsten Tag besuchte, war wunderschön und ich verbrachte auch noch den 3 und letzten Tag in diesem Gebiet. Ich erklimmte den Mt. Nortai 2486 Müm und hoffte, dass ich mit einer guten Sicht belohnt werde. Leider blieb es wolkenverhangen.. An diesem Tag fand ein weiteres Matsuri Fest statt. Um Mitternacht erklimmten ca. 1'500 Gläubige den Gipfel für ein Gebet.
Von Nikko gings weiter nach Kawaguchiko. Leider war das Wetter nicht optimal und ich musste einen Tag Pause machen, bevor ich den Mt Fuji erklimmen konnte.
Um Mitternacht kam ich dann auch dort an und war froh, dass ich das Backpackers mit Hilfe der Polizei gefunden hatte. Es war leider die schlechteste Erfahrung mit einem Hostel Owner (nicht Japaner), die ich auf meiner ganzen langen Reise gemacht hatte (Auch dass gibts). Ich war dann auch am nächsten Tag von dort verschwunden und quartierte mich wieder einmal in einem Business Capsule Hotel ein, dass erst noch an besserer Lage war. Das Personal, das kaum Englisch verstand, geschweige sprach, war das pure Gegenteil. Hilfsbereit und super freundlich, wie man es sich von den Japaner gewohnt ist.
Ich bereitete mich in Osaka auf Australien vor und besorgte mir einen East Coast Lonely Planet und machte wieder einmal ein Backup Packet nach Hause. Besuchte eines der grössten Aquarien, in welchem ich einen riesen Whale Shark und Manta zu sehen bekam. Erkundigte Osaka zu Fuss und genoss noch zum letzten mal super leckeres Sushi und Okonomiyaki.
Am 9. August 07 flog ich mit Singapore Airlines von Osaka nach Brisbane Australien. |