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USA
11.10.07 – 12.11.07

Ich flog über die Datums grenze und gewann einige Stunden dazu. Mit Air New Zealand sicher und gut in Los Angeles angekommen fuhr ich 2 Runden um den Flughafen, bevor das Airport Shuttle den Weg zum USA Hostel Hollywood in Angriff nahm. Es war bedeutend wärmer und ich konnte wieder einmal meine Schlarpen und kurzen Hosen montieren. In LA besichtigte ich den Walk of Fame (es hat noch freie Sterne ;-), Hollywood Sign (Buse $103 wenn man sich unerlaubt nähert, Polizei ist extrem schnell), Venice Beach (Pimp your Body, leider nicht wirklich High Season), Santa Monica Beach, usw.

Auf der Futter suche lief ich nur an Fastfood ketten wie KFC, McDonalds (FishBurger schmeckte wie Karton), usw. vorbei. Günstig und so richtig ungesund. Was anderes war recht teuer und schwierig zu finden. Die Früchte waren rar und schmeckten nicht wirklich lecker ausgenommen die Californischen Trauben.

Am 12.10. fuhr ich mit einem Shuttle nach San Francisco. In San Francisco traf ich die erste Schweizerin, Marion aus Wil. Ich erkundete die super coole Stadt zu Fuss und staunte nicht schlecht als ich vor einer 40 Grad Steigung stand. Für das gibt es ja auch die Cable Car, die ich später neben den anderen nostalgischen Trams auch aus reichlich benutzte.

Am zweiten Tage besichtige ich die Golden Gate Bridge und lief vorbei an: Fisherman Warf, Fort Mason Pier (Oktoberfest in vollem Gange :-), Palace of Fine Arts (einfach idyllisch), Frauenrugby (sehr amüsant) Ich überquerte die Brücke zu Fuss und auf dem Rückweg entschied ich mich einen anderen Weg einzuschlagen. Mhmhm, wer ist den dass? Ich traute meinen Augen nicht, als ich meiner Cousine Nicole und ihrem Freund Philipp über den Weg lief. Ein riesen Zufall, dass ich die beiden hier gerade wie abgemacht traf. Ich realisierte es erst später was dass für ein Timing war.

Wir trafen uns zu später zum Dinner und suchten einige Bars auf. Ohne ID ging natürlich nichts und ich hatte meinen Pass an diesem Abend nicht dabei. Ich hatte aber Glück und musste so alt ausgesehen haben, dass ein Türsteher meinen Pass gar nicht verlangte. Einen weiteren Abend verbrachten wir in der Castro Ecke, die extrem speziell war :-)

Alcatraz stand natürlich auch noch auf dem Programm. Mit dem Mann im Ohr lief ich durch die Zellentrakte, wo Verbrecher wie Al Capone ihre Zeit ab büssten. Ich floh wie dazumal .... also ich konnte mir das „Battle fo Alcatraz“ bildlich vorstellen :-), denn der Regen und Wind stürmte über The Rock.

Ich flog aus dem regnerischen SF nach Las Vegas. Bereits am Flughafen konnte man Gambeln :-) In Downtown nahm ich den „ride the Duce....“ Doppeldecker Bus für $2 und $5 für 24h ;-). Diese Platte läuft mir heute noch nach. Casino mit Hotel komplexen an einer Meile, Shows und Neonröhren ohne Ende. Ich lief durch einige der vielen Casinos und als ich Hunger verspürte suchte ich das Hooters auf. Die Wings waren den Besuch wert ;-)

Ich miete ein Auto für 4 Tage und erkundete die Canyons. Beim Valley of Fire machte ich den ersten Stopp (feurig rote Landschaft). Weiter fuhr ich via Zion (Abenddämmerung) zum Bryce Canyon. Ich erreichte den Nation Park erst spät Abends und konnte der stolze Parkgebühr von $25 umgehen. Auf dem Campground $10 stellte ich meinen Wagen hin und richtete mich für die Nacht ein.Es war dann auch schweinekalt bis um den Gefrierpunkt und ich packte mich mit noch mehr schichten ein. Morgens erstmals auf die beheizten Toiletten aufwärmen ;-) und danach den Sonnenaufgang geniessen. Auf dem Rückweg zum Auto lief ich an einem weissen Van vorbei mit einem St. Gallerwappen und staunte nicht schlecht . Ich tauschte mich mit Armin und Verena (www.adee) aus Gossau über unser Abenteuer Reisen ausgiebig aus. Nach dem erkunden der anderen Täler fuhr ich weiter zum Nord Grand Canyon. Dieser war nicht mehr bewirtschaftet aber dennoch offen. Ich konnte gerade noch den Sonnenuntergang erblicken und suchte mir dann ein freies Plätzchen auf dem Campground, wo die Toiletten abgeschlossen waren. Das Licht brannte die ganze Nacht und die Heizung wahrscheinlich auch noch ;-)

Am Morgen nach dem Sonnenaufgang setzte ich meine Fahrt fort zum South Rim. Die Kulisse war einfach 1A und ich war froh wieder einmal die richtige Entscheidung getroffen und Las Vegas die kalte Schulter gezeigt zu haben. Vorbei an den Marble Canyons, Colorado River (Navajo Bridge), Lake Powell Staudamm, machte ich noch einen Abstecher zum Horsehoe Bend in Arizona. Mein Kinnladen viel mir einfach nur runter als ich den Verlauf des Colorado River sah. Eines meiner Top 10 Highlights.

Später fuhr ich noch durch einen Sandsturm (mal was anderes als Schnee :-) und nach zwei weiteren Canyons erreichte ich den gigantischen South Grand Canyon. Ich informierte mich über mögliche Touren und deckte mich mit Nahrung ein, bevor ich den Sonnenuntergang über dem Canyon genoss.

Nach einer eiskalten Nacht (32 Fahrenheit) taute ich erst, als ich den Wagen heizte, so halbwegs auf. Ich fuhr so gegen 05:40 Uhr zum South Kaibal Trail und parkierte dort den Wagen. Zur gleichen Zeit fuhren 2 Schweizerinnen aus Bern :-) auf den Platz. Ich marschierte dann mit kurzen Hosen und 3 Schichten den Trail los. Einfach unbeschreiblich, wie atemberaubend diese Canyons sind. Auch das Farbenspiel, je nach Stand der Sonne, war prächtig. Ich marschierte den staubigen Pfad runter und erblickte einige Maultiere, die den Weg zum Colorado River in Angriff nahmen. Ich folgte und setzte mir ein Zeitlimit, denn am selben Tag musste ich wieder zurück nach Las Vegas (6h Fahrt). Also legte ich noch eine Gang zu und erreichte gegen 09:00 Uhr ein Plateau, wo ich pausierte und eine kleine Stärkung zu mir nahm. Was war dass.... ein Eichhörnchen schlich sich an mich ran und versuchte mir meinen Lunch zu stibitzen :-) Nach dem Belegten Brot und Früchten wanderte ich dann den Weg zurück nach oben. Die Sonne brannte mir auf den Pelz und das Wasser reichte gerade aus. Vorbei an keuchenden Mauleseln, die diesmal mit einer riesen Last den Canyon hoch mussten, war ich gegen 12:00 Uhr oben angekommen.

Auf dem Weg nach Vegas entdeckte ich einen Teil der Route 66. Ich fuhr vom Highway runter und war sehr enttäuscht über die gerade verlaufenden Strassen. Das einzige Highlight waren die Dörfchen, die einem in der Zeit zurück versetzten. Beim Hoover Damm war mein Tank schon mehr als leer und war entsprechend froh, als ich doch noch eine Tanke gefunden hatte. In Vegas brachte ich den Wagen zurück und plante die Rückfahrt nach LA.

Bereits um 05:45 Uhr musste ich raus aus den Federn und zur Busstation. Zuerst aber noch das Ticket irgendwo ausdrucken. Zum Glück hatte das Palace Hotel 2 Terminals, die mir das ermöglichten. In letzter Minute erwischte ich den Greyhound Bus, der nach diversen Zwischenhalten um 13:00 Uhr in LA ankam. Auf dem Weg stürmte es enorm und einige Trucks lagen auf der Seite. Was ist den da los? Rauch ohne Ende und ein riesen Gestank. Später sah ich in den Medien das Ausmass der enormen Waldbrände.

In LA buchte ich meinen Flug nach Chicago um und verbrachte noch 2 weitere Nächte. Das Live Konzert im Key Club mit der Metal Skool Band war sehr speziell, aber gut. Der Eintritt für unter 21jaehrige war $10 teurer. So gegen 02:00 Uhr entflohen wir (Hostelgruppe) dem Lärm.

Am 24. Oktober stand ich auf und vermisste meinen Schrankschlüssel. Hatte ich Blut geschwitzt, denn mein Flug war ja auch noch. Mhmhm ich hatte ihn doch gestern noch dahin gelegt. Beim 3ten Mal durchforsten fand ich ihn dann und war entsprechend erleichtert. Mit dem Airport Shuttle, dass diverse andere noch auf pickte fuhr ich dann los. Leider verpasste ich den geplanten Flug nach Chicago. Ich musste nur 1h ausharren und mit der nächsten United Maschine ging es dann los. Der Service an Board sowie das Entertainmentsystem liessen zu wünschen übrig.

In Chicago war es dann bedeutend kühler mit 10 Grad als zuvor in Los Angeles mit 25 Grad. Im Youth Hostel quartierte ich mich ein. Der Millenium Park mit der silbernen Bohne, Buckingham Fountain und Music Pavillion waren nicht die einzigen Sights, die Chicago zu bieten hatte. Speziell war die überirdische Loop-Metro, die im Zentrum verkehrt. Ich wohnte bei einem NHL Game Chicago Blackhawks against Atlanta Thrashers bei. Ein riesen Stadion und Fastfood ohne Ende. Jeweils in den Pausen war der Gestank nach Pommes teilweise kaum erträglich. Das Spiel selbst war sehr enttäuschend. Die Pausenattraktion war da schon spektakulärer (Hot Girls on Ice:-). Bereits am Weekend vor Halloween verkleideten sich die Leute und feierten bis in die frühen Morgenstunden (halt wie Fasnacht) Ich verbrachte einige Tage mit erkunden und plante meinen Flug nach Boston, wo meine Cousine Nicole wohnt und arbeitet.

Am 30. Oktober flog ich dann mit der JetBlue Airline via New York JFK nach Boston. Der Komfort war super. Kein Vergleich mit United. In Boston fuhr ich zu Nicoles Arbeitsstätte, wo bereits ein riesen Willkommenes Apero für mich geschmissen wurde ;-) Ich erwischte den richtigen Tag und konnte einem Apero beiwohnen. Nach 2 Bierchen und Tapas nistete ich mich bei Nicole ein. Es war einfach herrlich von den riesn Dorms weg zum eigenen Zimmer und TV, Internet, Appenzeller, Nespreso, usw. geniessen zu dürfen. Nicole, vielen herzlichen Dank für die mega coole Zeit in Boston. Ich fand auch hier in Chinatown günstig, gutes und fett armes Essen. Die Burger und Fritten konnte ich nicht mehr ausstehen.

Leider war dieser Herbst in Boston nicht so farbenprächtig wie im Jahr zuvor ausgefallen. Nichts desto trotz genoss ich es und amüsierte mich wie schon in Chicago an den vielen Eichhörnchen, die in den Pärken herum tollten.

Die Geburtstagsfeier von Nicole und Melanie war sehr süffig ausgefallen. Prosecco floss in Strömen und das Samuel Adams Bier war auch schnell vertilgt. Die Tapas von Melanie waren auch super lecker - Danke Melanie. Am nächsten Tag stand ich auch mit einem entsprechend dummen Kopf auf. Irgendwie, war ich es nicht mehr so gewohnt.

Am 4. November gings mit dem China Bus von Boston in 4,5h für $15 nach New York wo Philipp ebenfalls aus der Schweiz, lebt und arbeitet (Nicoles Freund). Ich konnte auch bei Philipp eine top ausgerüstete Infrastruktur nutzen. Ich genoss es richtig mal wieder stundenlang hinter dem Notebook zu sitzen und meine Gallery mit den Movies zu komplettieren und nebenbei ein kühles Blondes zu schlürfen.

Ich besichtigte das Metropolitan Art Museum (wo man sich verlaufen kann), Time Square (ein bisschen Tokyo Style), Macys (grösstes Einkaufhaus der Welt), Central Park (einfach riesig), Freiheitsstatue (Die Staaten Island Fähre fährt relativ nahe vorbei), Ground Zero (die Arbeiten für den Freedom Tower sind in vollem Gange), UN Gebäude, usw.

Es wurde mir nie langweilig und wenn ich mal müde vom Erkunden war legte ich meine Füsse hoch und schaute wieder mal aus reichlich fern. Ich fühlte mich schon fast wie zu Hause.

In den Pubs mit zig Flat Screens, die immer zu einem Sportanlass und Bierchen einluden verbrachten wir einige Abende. Herzlichen Dank Philipp. Es war einfach uuuuu lässig in New York.

Ich ernährte mich mehrheitlich von riesen Bagels $ 0.85, Lennys Chicken Sandwiches, Bier und Burgern. Zwischendurch gabs natürlich auch noch einige Früchte von den Strassenständen.

Am 12. November flog ich erst mit JetBlue nach Chicago und von dort mit United Airline, die erneut nicht viel Lob verdient (bis jetzt die schlechteste Airline) nach Sao Paulo do Brazil.

 
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